Andreas Torka – Wieland Werke AG
Shownotes
Andreas Torka leitet als Senior Vice President Sustainability & Technology unter anderem die zentral organisierten Nachhaltigkeits- und Technologieaktivitäten der Wieland Group. Sein Fokus liegt darauf, Innovation, Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung zusammenzuführen und damit die Zukunft von Kupfer und Kupferlegierungen nachhaltiger zu gestalten. Mit langjähriger Erfahrung aus diversen Funktionen sowie industrieller Transformation begleitet er die nachhaltige Weiterentwicklung des Unternehmens.
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00:00:00: Herzlich Willkommen zum Copper Insights Podcast, dem Podcast wo wir alle Fragen rund um das Thema Kupfer beantworten werden.
00:00:07: Wir sind Netto-Importeur für alles und wenn wir hier unsere industrielle Basis halten wollen dann brauchen
00:00:13: wir Rohstoffe.
00:00:14: Das ist abhängig von der Verfügbarkeit.
00:00:16: Wir brauchen Planungssicherheit für die Investition.
00:00:19: So wie über eine Million Tonnen schätzt man sich mittlerweile nach Amerika gegangen, die dem Rest der Welt jetzt fehlen?
00:00:25: Also ich habe... Doch Deutschland Europa hat definitiv nicht aufgegeben
00:00:30: Wenn die Leute mir erzählen, Kupfer wäre so knapp.
00:00:31: Es ist nicht knapp, es ist nur am falschen
00:00:33: Ort.
00:00:38: Mein heutiger Gast ist Andreas Torka, Senior Vice-President Wielandwerke AG mit dem Schwerpunkt Arbeitssicherheit und Nachhaltigkeit.
00:00:46: Und als Einstieg würde ich ganz gerne kleine Anekdote erzählen einer meiner besten Freunde der S-Stahlbauer.
00:00:53: Der hat zu mir immer gesagt seine wichtigste Aufgabe – dass er sein Team und seine Jungs abends gesund nach Hause bringt!
00:01:00: Das ist immer das, wenn ich an Arbeitssicherheit denke.
00:01:03: Wenn ich jetzt über dieses Thema so ein bisschen nachdenke wie hat sich das bei Ihnen im Halbzeugwerk in den letzten Jahren verändert?
00:01:10: Und wo liegen in so einem Riesenhalbzeug-Werk wie Wielandwerk in Förringen ja eins betreibt?
00:01:14: Wo liegen die größten Risiken?
00:01:16: Also die Definition was am Ende Arbeitssichert bewirken soll, die kann ich nur unterschreiben.
00:01:22: Das heißt es auch unsere Mission dass jeder Abend sicher nach Hause geht und Ein Haltzeugwerk, ich meine wir haben mehr Risiken im Unternehmen und die wichtigsten acht haben auch als goldene Regel formuliert angefangen mit flüssigen Metall bis hin zu Transportvorgänge und Maschinsicherheit.
00:01:40: Lockout-Tagout sicherlich Probenenter in den USA zum Vergleich.
00:01:44: In Deutschland beispielsweise auch gesetzlich weniger geregelt hier.
00:01:47: und die größten Risiken.
00:01:49: wenn ich heute unsere Statistik schaue das heißt wo entstehen die gefährlichsten Situationen weltweit dann ist es Materialbewegung.
00:01:57: Das können Hebevorgänge sein, damit einem Kran oder auch mit einem Stapler und Maschinsicherheit.
00:02:03: Wenn Sie jetzt fragen was hat sich die letzten Jahre entwickelt im Halbzeugwerk?
00:02:07: Also ich würde weder sagen dass die ältesten Anlagen gefährlich sind noch dass sie die modernsten Anlagen die sichersten.
00:02:14: Das sehen wir eben auch, dass es extrem abhängig ist von der Kultur im Unternehmen.
00:02:18: Auch wie Risiken wahrgenommen werden.
00:02:20: und jetzt würde mir da keiner widersprechen wenn in der Gießerei ist das Gefahrenpotenzial omnipräsent.
00:02:26: mit frissigen Metall so ein Glas extrem gefährlich und folglich auch ein anderes Risikobegruß sein in einer hoch modernen hoch automatisierten Fertigungsumgebung.
00:02:36: Da haben wir zuletzt den schwersten Unfall.
00:02:38: Da hatten Mitarbeiter von uns vier Finger verloren Und es war eine sehr moderne Anlage.
00:02:44: Aber da hat das ganze Sicherheitskonzept auf Einwandbedienungen ausgewegt und die haben zu zweit an der Anlage gearbeitet, im Einrichtbetrieb.
00:02:51: Da greift er das beste Konzept nicht mehr wenn's damit überprückt wird.
00:02:55: Also ist die größte Fehlerquelle dann immer noch menschliches Versagen wahrscheinlich?
00:02:59: Ich glaube das ist so kurz gesprungen.
00:03:01: also der Mensch spielt natürlich ne Rolle und was wir nicht machen wollen ist zu sagen... ...da gab´s ein Fehlverhalten weil am Ende des Tages Ich kenne niemanden, ich bin jetzt seit drei Jahren für das Thema global verantwortlich und ich kenne keinen einzigen Fall.
00:03:18: Bei dem eine Kollegin oder ein Kollege morgens zur Arbeit kam sagt heute mache ich mal irgendwas falsch bewusst oder... ...ich verletze mich selbst.
00:03:25: Das kommt nicht vor!
00:03:26: Das heißt in jedem Fall auch im Fall dass mit den Kollegen der die vier Finger verloren hat.
00:03:31: In dem Augenblick hat die Handlung Sinn gemacht.
00:03:34: Und wir als Firma müssen verstehen warum es für die Person Sinn gemacht hat weil's wahrscheinlich für ne andere Person ... auch Sinn macht oder Sinn machen könnte.
00:03:43: Wenn wir diese Ursachen nicht adressieren, schalten wir es nicht ab.
00:03:46: Das heißt der Mensch jeder von uns und wir kennen's im privaten Haushalt auch da natürlich... Wir sind im System der anfälligste Punkt.
00:03:54: insofern müssen wir das System optimieren aber nicht den Menschen.
00:03:56: Sind Fortschritte feststellbar messbar in den letzten Jahren?
00:04:01: Hat sich das positiv entwickelt?
00:04:03: zu die Fallzahlen?
00:04:04: Ja also da können wir jetzt stundenlang drüber sprechen weil so wirklich ein super interessantes Thema Und es ist weit mehr als jetzt nur, dass wir uns über Prozesse und technische Standards unterhalten.
00:04:18: Sondern es ist tatsächlich sehr viel Psychologie, es ist Kultur, wie wir führen wenn wir rein auf die Zahlen schauen.
00:04:23: Ich habe erst letzte Woche mal wieder die Zahlen für Europa außerhalb von Wielands und unsere Industrie ausgewertet.
00:04:29: Das ist Fakt jeder Tote ist zuviel.
00:04:31: Wir haben so viele Tote in unserer Industrie.
00:04:32: letzten drei Jahre waren es über zehn Tote.
00:04:35: zuletzt bei Le Brancs gab's einen schweren Vorfall wirklich ein Vorfall Ebenfalls mit flüssigen Metall und auch in Deutschland, wie wahrscheinlich in der Industrie bekannt ist, mehrere Todesfälle.
00:04:47: Wenn wir unsere Zahlen anschauen – wir haben das die letzten Jahre – haben wir weit mehr als jetzt nur Lost-Time-Inzidenz festgehalten sondern eben auch das ganze Reporting weiter ausgebaut in Richtung positive Beobachtungen, kritische Beobachdungen.
00:04:59: Und was für uns vor allem wichtig ist sind die Niermisses also beinahe Vorfälle zu erfassen bei denen wir kurz davor waren von einem schweren oder gar tödlichen lebensverändertem Ereignis.
00:05:12: Und das ist es eigentlich in Datengold, dass wir so vor ich sage mal vor vier fünf Jahren weltweit noch überhaupt nicht erfasst und transparent gemacht haben.
00:05:21: Da sehen wir Verbesserungen insgesamt.
00:05:23: wenn man in die Welt raus schaut muss man sagen die Industrie hat noch zu viele schwere Vorfälle und das müssen wir abschalten.
00:05:31: Das heißt Sie haben Daten angesprochen?
00:05:33: Das heißt sie arbeiten in dem Bereich mit KI-Sensorik Digitalisierung, wie kann man sich das vorstellen?
00:05:40: Na ja.
00:05:40: Also genutzen teilweise KI.
00:05:42: beispielsweise testen wir gerade einen Safety Agent.
00:05:46: Das ist ein ganz einfaches Sprachmodell, das wurde gefüttert mit den Ergebnissen also mit den Grundlagen.
00:05:52: Wie schaffe ich eine starke Arbeitssicherheitskultur?
00:05:54: was wir mit dem Business Unit die letzten drei Jahre entwickelt haben?
00:05:58: Dieser Safety Agent hat auch Zugriff auf sämtliche regulatorischen Anforderungen ob es jetzt die BG ist oder OSHA und auch auf die WLAN Standards, die über das gesetzliche hinausgehen.
00:06:09: Und da nutzen wir bereits KI einfach um schneller sinnvollere Ragen stellen zu können und auch den einen oder anderen Vorfall auch mal zu beleuchten.
00:06:17: wie spreche ich das Thema richtig an?
00:06:18: Also ganz banales Beispiel war letzte Woche in der Produktion und sehen Fremdführer Mitarbeiter auf einer drei Meter hohen Leiter mit Beinfüßen auf der obersten Sprosse, der dann Überkopfleidungen verlegt hat.
00:06:32: Natürlich spricht man das direkt an und habe auch ein Bild von der Situation, sowas wird bei uns berichtet.
00:06:39: Und hab dann dieses Bild dem Agent gegeben... ...und die Analyse ist recht gut!
00:06:44: Das heißt das ist ein Hilfsmittel für Führungskräfte vielleicht einen Schritt zurückzumachen?
00:06:50: Die Situation sauber zu analysieren war vor allem dieses Wie spreche ich es richtig an?
00:06:53: weil damit entsteht Kultur.
00:06:55: Zu Ihrer Frage das Thema KI hat sicherlich Potenzial aber auch nur wenn die Daten die richtigen sind.
00:07:01: und das heißt Daten sind abhängig von der Unternehmenskultur.
00:07:04: Wir wollen ja sehen, was tatsächlich passiert und wir wollen vor allem die Dinge sehen bei denen es eben noch zu keinem schweren Ereignis kam.
00:07:13: Und das erforderte Transparenz.
00:07:14: da orientierten wir uns in einer Luftfahrt.
00:07:16: Die machen das meines Erachtens sehr gut.
00:07:18: Das heißt er wird sehr viel berichtet und erst wenn wir auf einer Datenqualität auf einem sehr hohen Niveau sind können wir auch KI-Modelle nutzen und dann am Ende des Tages wieder Entscheidungshilfen für die verantwortlichen Erfertigung jürgischem Tagesbetrieb aktiv sind, an die Hand zu geben.
00:07:34: Und da ist meine Vision ein ganz einfaches Sprachmodell das zum Beispiel dem Leiter des Werkzeugbaus in Ulm sagt Achtung hier entsteht gerade ein Risiko.
00:07:43: du hast zum Beispiel Du hast jetzt drei neue Produkte in der Fertigung, du hast X neue Kollegen Jetzt die gerade noch in einer Einarbeitungsphase sind und wir haben vielleicht einen Backlog in Entstandhaltung.
00:07:55: Also hier entstehen gerade eine Risiko.
00:07:56: Da musst du jetzt näher hinschauen.
00:07:58: Das ist so der Zielzustand Weil dann kommen wir von reaktiv, wir sammeln safety-daten weltweit.
00:08:05: Gucken auf irgendwelche Trends in Richtung proaktiv.
00:08:08: Wir kriegen sinnvolle Impulse und wie immer Qualität muss reingehen damit auch Qualität rauskommt und dafür brauchen die Kultur.
00:08:15: Wie kommt das bei den Mitarbeitern an?
00:08:19: Eigentlich ist es ja schon ein Zeichen von sehr hoher Wertschätzung wenn eine Firma sich extrem um Sicherheit seiner Mitarbeiter bemüht.
00:08:28: wird das so angenommen oder ist es dann oft vielleicht irgendwie lästig, weil man immer wieder die gleichen Ansprachen bekommt ähnlich wie im Flugzeug.
00:08:35: Die Sicherheitsunterweisung?
00:08:38: Ich glaube da muss man ehrlich sein.
00:08:40: zwei geteilte Antwort.
00:08:41: ich würde behaupten dass jeder bei Wieland unterstreicht und unterschreiben würde, dass Arbeitssicherheiten sehr hohen Stellenwert hat und die der wichtigste Wert im Unternehmen ist ja noch vorfinanziell Und gleichzeitig ist es ein Prozess, der sicherlich viele Jahre dauern wird.
00:08:58: Und zeitgleich gibt's auch sicher einige Negativ-Verfahrungen und die prägen.
00:09:03: Zeitgleich gehts immer noch an vielen Stellen auch die Sorge zu gerichten und diese Transparenz zu schaffen.
00:09:08: also Sorge vor wie auch immer vor Konsequenzen ja und das kann man nur durch entsprechendes Vorleben über die Zeit verbessern.
00:09:16: und das genau da setzen wir an.
00:09:18: also ein Kollege und ich Wir sind aktiv dran, mit dem Arbeitssicherheitsteam global und ein tausend Führungskräfte zu trainieren.
00:09:26: Das heißt wir nehmen uns da mehrere Modulen Zeit angefangen von Excommitgliedern über die BU verantwortlichen Standortleitungen das was wir jetzt über Jahre die letzten drei Jahre entwickelt haben dann auch tatsächlich zu diskutieren, zu besprechen.
00:09:41: Was kein technisches Training sei geht es wesentlichen um Führungskultur.
00:09:46: Jetzt ist ihr zweiter Schwerpunkt im Unternehmen Nachhaltigkeit.
00:09:51: Wenn ich über Nachhaltigkeit bei uns in der Branche nachdenke, dann ist klar der Überbegriff für uns Metaller eigentlich immer Recycling.
00:10:01: das ist in den letzten Jahren Das beherrschende Thema quer durch die Industrie auf allen Verarbeitungsstufen.
00:10:09: Meine Frage ist wo steht Wieland aktuell?
00:10:13: Wie hoch ist der Recyling Anteil an ... an Inputmaterial und was ist das Ziel, wo wollt ihr hin auf Strecke?
00:10:23: Also die Vision.
00:10:24: Die einfache Vision ist hundert Prozent aber da muss man natürlich differenziert drauf schauen.
00:10:29: sprechen wir davon von allen Metallen die wir einsetzen oder nur von Kupfer... ...und insofern haben wir uns mittelfristil gesetzt.
00:10:36: es lautet neunzig Prozent größer Neunzig prozent bis zwanzig dreißig.
00:10:40: Und da muss ich mir natürlich anschauen über welches Systemgrenze sprechen werden.
00:10:44: wenn wir jetzt Gruppenweit also auf die gesamte WLAN-Gruppe schauen, dann liegen wir bei zweiundachtzig Prozent.
00:10:51: Das ist eine vierprozentige Steigerung gegenüber Vorjahr und da sind aber auch die ganzen auch Brammen und Bolzen das heißt auch Halbzeuge, die wir zukaufen bereits berücksichtigt.
00:11:02: wenn wir nur auf die eigenen Gießereien schauen, also Systemgrenze um die WLAN Gießereiherum aufstellen, dann legen wir bereits bei ninety-vier Prozent sehr gut und hätten das Ziel schon erreicht, aber natürlich wir kaufen es zu.
00:11:14: Insofern muss man die gleich um.
00:11:16: Das hört sich ja auf den ersten Blick schon fast so ein bisschen utopisch an.
00:11:21: wenn ich jetzt mal ableite dass was Willand machen möchte möchten alle anderen auch irgendwie erreichen dann drängt sich natürlich für den Händler immer die Frage auf wo soll der Schrott herkommen?
00:11:34: Selbst wenn der Schrot verfügbar ist?
00:11:35: was passiert mit der Primärproduktion die ja noch am Netz ist?
00:11:40: Geht das auf?
00:11:41: Mengenmäßig ist es darstellbar.
00:11:43: Habt ihr das gerechnet?
00:11:45: Wir haben da sicherlich fast schon so ein Tonnenweise Unterlagen zu dem Thema und Ausarbeitung, also auch da.
00:11:53: Fakt ist ich denke dass es allen bekannt der der Kupferbedarf steigt und kann nicht durch sekundär global komplett abgedeckt werden.
00:12:03: Das heißt die Premiere Route ist erforderlich für Dekarbonisierung weltweit.
00:12:10: Das ist das, ich sag mal, das Gesamtkonstrukte.
00:12:12: Wieland hat den klaren Fahrt eingeschlagen dass wir aus der Primärroute sukzessive aussteigen.
00:12:19: Das heißt uns mehr aufsickern, eher fokussieren auch in Recycling selbst investieren.
00:12:25: aber eine Gesamtgleichung wird es ohne primär nicht funktionieren.
00:12:28: Dass damit auch einen Rennen um die Schrotte entsteht ne Knappheit sicherlich sich weiter zuspitzt... ... den Zahlen geschuldet.
00:12:37: oder wenn man auf die Zahlen schaut, das ist eine logische Konsequenz.
00:12:42: Ja ich denke mal muss noch ein bisschen unterscheiden... welche Schrotte man tatsächlich dann einsetzt?
00:12:47: Ob es End of Life-Schrott sind oder ob es Entfallstellen-Schrotte sind,... ...die man die eben turnusmäßig in der Produktion anfallen, die man sofort dann einsetzen kann.
00:12:56: Aber das Ganze ist ja schon sehr sehr bewegliches Ziel, wenn man überlegt dass nicht nur in Europa sondern auch weltweit diese Kapazitäten aufgebaut werden.
00:13:04: Wielandwerke selber hat es ja in Amerika auch vorgemacht und da gibt's auch noch andere Spieler, die das machen.
00:13:11: Das ist ja auch schon so ein bisschen ... wie soll man das sagen?
00:13:16: So eine kleine D-Globalisierung.
00:13:19: jeder versucht in seinem Bereich die verfügbaren Rohstoffe zu halten und dort selbst weiterzuverarbeiten und die Ströme, die normalerweise weltweit da waren für dieses Material sind dann auf Strecke.
00:13:32: in ein, zwei, drei Jahren haben die sich komplett verändert.
00:13:35: Also zumindest das was wir sehen wird das so kommen und dann finde ich es schon sehr, sehr mutig auch und das meine ich jetzt nicht abwärten.
00:13:44: Das meine ich wirklich mit Respekt dass man das in Europa macht weil wir in so vielen Bereichen in diesem Spiel Nachteile haben gegenüber anderen Spielern unabhängig von China finde ich es sehr, sehr mutig das in Europa zu machen.
00:14:04: Und ich drück alle Daumen dass es gelingt weil ich auch der Meinung bin dass wir das brauchen weil wir in Europa ja nicht nur wenig Schrott haben sondern wir haben vor allen Dingen auch keine primäre Rohstoffe.
00:14:13: Das ist eigentlich die über die große strategische Botschaft dahinter Wir sind netto-Importeur für alles und wenn wir hier unsere industrielle Basis halten wollen dann brauchen wir Rohstoffen ... im Kreislauf halten können, umso besser.
00:14:29: Ich glaube das ist relativ einfach nachzuvollziehen.
00:14:33: Exakt also für uns ist es, dass im ... ... Nachhaltigkeit ein extrem breites.
00:14:36: Feldarbeitssicherheit gehört mit dazu und auf der Umweltseite sind vor allem dann ... ... Dekoponisierung CO-Zweih und Kreislauchwirtschaft die ... ... Führungstheorealantenfelder und das zahlt natürlich aufeinander ein.
00:14:50: Das heißt für uns wenn man sich den CO² Fußabdruck anschaut Das ist der größte Anteil, ist auch der kleine verbleibende Anteil an Premier Metall.
00:15:06: Das heißt wir müssen auch aus Gründen der Decapitalisierung diesen Fahrt weiter voranschreiten und folglich mutige Entscheidungen hier zu investieren, ein bisschen bereit den Weg zu gehen.
00:15:20: was wir natürlich brauchen ist mehr Planungssicherheit.
00:15:22: das heißt Sie kennen die verschiedenen Positionspapier rund um die Rohstoffpolitik in Europa und mit Verboten, Exportverboten
00:15:30: etc.,
00:15:31: dass sie Schrotter nicht die Europäische Union verlassen.
00:15:35: Das ist nicht, ich sage mal da hat das Biland, das ist nicht unsere Entscheidung.
00:15:39: dafür sind Ökonom und die Politik gefragt.
00:15:41: aber wir machen darauf aufmerksam wie sie auch, dass wir da in einem Problem laufen.
00:15:46: Wir sind abhängig von der Verfügbarkeit, wir brauchen Planungssicherheit für die Investition und es muss attraktiv irgendwo auch gestaltet
00:15:52: werden.".
00:15:53: Ansonsten hat Europa insgesamt Mittelfristigkeit Probleme.
00:15:57: Ja, ich finde das eigentlich schon fast schon absurd dass es da unterschiedliche Positionen gibt wenn ich das mal so sagen darf.
00:16:06: Es erschließt sich mir einfach nicht.
00:16:08: Das macht weder strategisch noch ökonomisch irgendeinen Sinn.
00:16:11: aber also die Rohstoffe und für mich ist schrotten Rohstoffen kein Abfall
00:16:16: das zu
00:16:18: im großen Umfang zu exportieren Selbst wenn man dann das Argument hat, ja gut.
00:16:23: Das sind Dinge, das sind Fraktionen die man hier ohne weiteres nicht so gut verarbeiten kann weil da auch wieder Hürden und Regularien gibt.
00:16:31: aber dann denke ich, da muss man einfach die Rahmenbedingungen schaffen dass man das auch hier weiterverarbeiten und recyceln kann.
00:16:36: Das muss möglich sein in einer hochtechnologischen Gesellschaft und wir können es nicht zulassen unseren Schrott in Anführungsstrichen irgendwo als Ende der Welt zu fahren und ihn dort auf den Haufen zu legen, anzuzünden.
00:16:52: Nur weil man hier bei uns in Europa eben da andere Hürden hat.
00:16:58: Es gibt immer noch so die spannende Geschichte.
00:17:00: Die Kupfer abgebrannt, die alten Metallhändler wissen noch was das ist.
00:17:05: Da gibt es wohl eben noch andere Regionen der Welt wo das immer noch praktiziert wird.
00:17:12: Das bringt uns nicht weiter.
00:17:14: Da gibt's ein paar Hebel Design for circularity.
00:17:17: Das heißt auch die Produkte so zu gestalten, dass wir später wieder an diese Wertstoffe rankommen.
00:17:24: Private Anekdote meine Frau und ich haben einen kreisläufiges Haus gebaut weil wir auch da gesagt haben am Ende vielleicht nicht zwei drei Generationen wäre immer dann das ganze besitzt.
00:17:34: der soll oder die soll dann auch entscheiden können weiter Betreiben oder vielleicht die Rohstoffe nehmen also sehr sordend rein Freifahrt verbunden Werkstoffen etc.
00:17:43: Ich glaube, da müssen wir einerseits in der Produktentwicklung noch besser werden dann beim Sammeln sortieren und einfach die Verwertung weiter optimieren.
00:17:54: Und wie Sie sagen, diese Wertstoffe dann exportieren zu lassen und aus der Hand zu geben ist ein Risiko.
00:18:03: Aber wir haben uns ein schönes Thema angesprochen so die Verbundwerkstoffe.
00:18:08: ich kriege immer so leicht das Schaudern wenn nicht solche Dinge Copperclad Aluminium.
00:18:14: Ich erinnere, wo die Leute dann sein.
00:18:16: Da kann man irgendwie ein bisschen trixen und irgendwas machen.
00:18:20: Hauptsache es ist ein bisschen billiger und am Ende des Tages landet das Zeug in irgendeiner Anlage und keiner kann's irgendwie verwerten weil Aluminum und Kupfer das ist absolutes Gift.
00:18:31: Das eine für das andere.
00:18:33: Und trotzdem wenn diese Stoffe promoted und vermarktet und eingesetzt sind halt billig.
00:18:39: Das ist das was mich generell an dem ganzen Thema ... dann immer wieder so ein bisschen stört, dass diese ... ... ja ich finde die Sankt Doppelmoral aber dieser ... ... jeder trägt es sowieso nur mit Monstranz vor sich her.
00:18:50: Alle wollen grüne nachhaltig sein und auf der anderen Seite muss das dann aber billig sein... ... und wenn es irgendeine billige Alternative gibt, kriegst du dann Musteranfragen über so einen Kram?
00:18:59: Das ist echt furchtbar.
00:19:01: Ich denke mit einem weiteren hohen und steigenden Kupferpreis wird die Substitution weiter ein Thema sein.
00:19:06: da ist Aluminium sicherlich ... Ja und vielen Stellen Die favorisierte Wahl und uns erreichen natürlich dann auch die Fragestellungen, wie man beispielsweise neben den Stromleitende Schiene aus Aluminium, die Kontaktfläche aus Kupfer.
00:19:20: Wie die Verbindungstechnik aussieht etc.
00:19:22: Ja das ist schon Wahnsinn.
00:19:27: Das sind wir gleich beim nächsten Thema.
00:19:28: jetzt wenn wir alle miteinander in Deutschland ganz besonders aber auch in Europa diese Anstrengung unternehmen.
00:19:34: Decarbonisierung Nachhaltigkeit Kreiselaufwirtschaft das kostet alles Geld wird dass ... bezahlt am Ende des Tages.
00:19:43: Da zweifel ich dann auch so ein bisschen dran, ne?
00:19:46: Naja... Ich würde sagen ganz pragmatisch ist es ein Gesamtpaket und die eine Prämie für X und Y aufzurufen das kann ich sagen ist zum Glück nicht meine Verantwortung.
00:20:00: ich arbeite hier dann nicht im Vertrieb aber was sich dazu sagen kann Beispiel Wieland ist.
00:20:07: wir haben insgesamt einen ... Nutzerversprechen für unsere Kunden.
00:20:11: Da geht es um Service, Qualität... ... um die weltweite Verfügbarkeit und Nachhaltigkeit ist ein Kriterium.
00:20:19: Und ich vorhin sagte, da zählt auch das Thema Arbeitssicherheit.
00:20:22: also wie produzieren wir auch?
00:20:24: Wie behandeln wir uns mitarbeiten dann im Unternehmen darauf ein?
00:20:28: Ich denke schon dass die Relevanz und da will ich jetzt ein Stück weit aber auch die Politik ausblenden sowohl in Deutschland als auch in den USA.
00:20:36: ... ist vorhanden, nimmt weiter zu.
00:20:40: Und da gebe ich auch die Hoffnung nicht auf, dass mehr und mehr das Kriterium... ... auch in die Einkaufsprozesse und die Entscheidungsprozese der Kunden... ... aufgenommen wird.
00:20:49: Das sind prominente Beispiele.
00:20:52: Und kann man es irgendwo quantifizieren?
00:20:56: Schwer!
00:20:58: Spielt's eine Rolle?
00:20:59: Ja!
00:20:59: Ist es beispielsweise den USA jetzt rückläufig?
00:21:04: Ich sage nein also auch da.
00:21:06: die Ressourcen im Land zu nutzen internen Kreisläufe zu schließen hat auch wirtschaftliche Aspekte und Vorteile, Versorgungssicherheitstechnische Vorteile.
00:21:15: Das kann man am Ende des Tages auch kommerziell bewerten?
00:21:18: Ja das ist ein interessanter Punkt gerade Richtung USA.
00:21:24: Ich habe den Eindruck dass die US-Administration das ganze Thema im Moment sehr strategisch betrachtet.
00:21:31: wenn ich mir die ganze Zollgeschichte anschaue jetzt gerade auf speziell bei Kupfer Dieses Damokles-Schwer, das über uns schwebt seit über einem Jahr.
00:21:40: Wo noch nicht sicher ist, wann kommen Zölle in welcher Höhe?
00:21:45: Was dazu geführt hat dass der ganze Markt für Kupfer so ein bisschen in einer Dislocation ist also über eine Million Tonnen.
00:21:51: Schätzt man sie mittlerweile nach Amerika gegangen die dem Rest der Welt jetzt fehlen.
00:21:55: trotzdem können alle produzieren.
00:21:56: das als kleine Botschaft nebenher wenn die Leute mehr erzählen kupfer wäre so knapp.
00:22:00: es ist nicht knappes nur am falschen Ort.
00:22:03: Ich will gar nicht ausmalen, was passiert wäre im Rest der Welt wenn diese eine Million Tonnen nicht nach Amerika gegangen wären.
00:22:10: Der strategische Ansatz den die wählen, den kann ich nachvollziehen ist ein bisschen Brechstangpolitik.
00:22:15: aber das funktioniert und sie zwingen dazu natürlich die weiterverarbeitende Industrie Kapazitäten in den USA aufzubauen und zwar von der Mine bis zum Smelter runter bis zur ersten zweiten Verarbeitung Stufe.
00:22:30: Das ist eher ein strategischer Ansatz und nicht so sehr mit dem Nachhaltigkeitsgedanken hinterlegt.
00:22:37: Trotzdem wird auch Recycling in den USA eine viel, viel größere Rolle spielen als noch in der Vergangenheit.
00:22:46: Ich denke die haben das auch verstanden.
00:22:49: Ja ja deswegen denke ich es wird dort unter einem anderen vielleicht unter einer anderen Überschrift geführt da wir sind dann nicht weit auseinander.
00:22:56: Die Interessen gehen in die gleiche Richtung Und die multinationalen Konzerne, also auf der Kundenseite... ...die jetzt in den USA und Europa und Asien operieren.
00:23:09: Die haben das Thema ganz klar auf der Agenda wollen von uns immer noch detailliertere PCFs zu den einzelnen Artikeln und auch den Aufriss für den Recycled Content was Pre-Konsumer, Post-Konzumer Anteil anbelangt Das nimmt er zu.
00:23:23: Ja deswegen finde ich es auch wie gesagt nach wie vor nochmal so bemerkenswert Das Wielandwerke, eine der wenigen großen Firmen ist die tatsächlich in Deutschland und in Europa investieren.
00:23:36: In solche Bereiche und nicht gleich alles nach Amerika verschieben.
00:23:41: weil das ist so ein bisschen der Reflex glaube ich im Moment in der Industrie dass man sagt naja hier in Europa wir haben die höchsten Energiepreise Wir haben die Höchstenlohnkosten Wir haben keinen Gas mehr Wir haben im Bund gar nichts mehr Und vor allen Dingen haben wir keinen Grund hier irgendwas zu investieren.
00:23:56: Deswegen finde es nach wie vor bemerkenswert dass er das hier noch tut.
00:24:01: Das kann man eigentlich nicht hoch genug werden, also wirklich Respekt für den Mut.
00:24:07: Ich denke wir haben hochgeschätzte Kollegen in den USA und auch in Asien und gleiches gilt aber auch für Europa und Deutschland und wir haben hier sehr viel Kompetenz.
00:24:15: Also wir haben gerade im Umfeld Ulm-Föhring sitzen auch viele Zentralbereiche.
00:24:21: Wir haben wirklich sehr sehr viel Wissen über die letzten zwei Hundert Jahre aufgebaut.
00:24:26: was uns weltweit ... nutzt und auch was zum Beispiel jetzt Automatisierungs-... ...und K-Initiativen anbelangt, können wir hier wunderbar in Europa verproben.
00:24:37: Von hier dann auch die Dinge in die Welt bringen.
00:24:39: Ich sehe es vielleicht positiver als manche andere.
00:24:41: also ich habe Deutschland Europa definitiv nicht aufgegeben.
00:24:44: Denk ist nicht wichtiger Markt und auch von unserer Eigentümerstruktur her sind wir so aufgestellt,... ...dass wir hier sehr langfristig operieren.
00:24:50: aber klar ein wichtiger Fokus liegt auf den USA.
00:24:53: Das ist kein Geheimnis.
00:24:57: Wir sind auch, wir sind von Grund aus Optimisten und ich glaube das kann man.
00:25:01: Wenn wenn man ein Pessimist ist dann kann man in der Industrie nicht arbeiten da muss man woanders hingehen.
00:25:06: nur trotzdem muss sich ein bisschen ehrlich muss man sich machen und es muss dann auch die Politik sich machen.
00:25:13: Man kann sich eigentlich eine Frage stellen Würde man einen Werk wie Wieland Föhring oder Schwere und Hasse in Lüchter?
00:25:23: würde man dass heute genau an dieselbe Stelle setzen, wenn man die Wahl hätte.
00:25:29: Und wenn man sich da ehrlich macht wahrscheinlich nicht und das ist eigentlich das Signal dass das in meinen Augen noch nicht wirklich angekommen.
00:25:38: Dinge, die schon da sind... Da ist das Know-How, da sind die Mitarbeiter, da ist Tradition Das sind Familienstrukturen Eigentümer Strukturen, die das noch halten, die es stützen.
00:25:49: aber wenn jemand eine rationale völlig freie Entscheidung treffen würde Wo baue ich eine Kupferlack-Radfertigung?
00:25:55: Wo bau ich eine riesengroße
00:25:57: Gießerei?"
00:25:58: Da wird Deutschland wahrscheinlich an der Weg der letzten Orte auf diesem Planeten, wo man hingehen würde.
00:26:06: Diese Botschaft ist auch unsere Verantwortung in der Industrie.
00:26:09: Das muss man den Entscheidungsträgern immer wieder sagen.
00:26:14: Sonst verwalten wir hier nur noch und verstrecken das irgendwo.
00:26:17: Wir haben vielleicht noch ein bisschen Ersatzinvestitionen... Aber wirklich was Neues, Wachstum wird hier in diesem Bereich sonst nicht mehr entstehen und das ist glaube ich die Botschaft.
00:26:31: Wo wir so ein bisschen am Scheideweg stehen.
00:26:33: Ja sicherlich, was ich vorhin sagte dass die Attraktivität muss gesteigert werden und da ist die Politik definitiv gefordert.
00:26:41: Ich war eine Zeit lang in der Beratung bei Kunden die diesen Schritt hinter sich gebracht haben beispielsweise aus Deutschland heraus also in Deutschland auch das Leitwerk Aber ein Großteil der Produktion in anderen Länder verlagert haben und die uns dann als Berater für Säfig-Elt eingesetzt haben, um dort wiederum die Probleme zu lösen.
00:26:58: Weil es dort teilweise wiederum an den notwendigen Kompetenzen ist, als im Automatisierungsumfeld etc.
00:27:04: gefehlt hat.
00:27:04: also ich glaube von den Faktorkosten wenn man darauf schaut ja sicherlich bessere Standorte abhängig vom Umfang was man installieren möchte.
00:27:15: Wenn das jetzt ein voll integriertes Werk mit Gießerei gute Frage.
00:27:18: Also da hätte ich spontan keine Antwort wo man dahingehen sollte.
00:27:22: Das überlasse ich
00:27:23: an da.
00:27:24: Wir hätten theoretisch, wenn wir es den wollten so viele Pluspunkte gut ausgebildete Leute Know-how Maschinenbau und wir kriegen sie nicht auf die Straße bei uns in anderen Bereichen so die Beine weggeträtcht haben in den letzten Jahren.
00:27:38: das ist schon wirklich absurd.
00:27:39: aber gut wie gesagt das ist nicht Gott sei Dank eigentlich Verantwortung.
00:27:45: Aber man muss immer wieder darauf aufmerksam machen und auch mal die Stimme erheben, weil sonst kommt es manchmal glaube ich gar nicht richtig an.
00:27:53: Ja, grünes Kupfer ist so ein Thema.
00:27:55: das haben wir in diesem Podcast schon oft besprochen mit verschiedenen Stakeholdern besprochen vom Kartonproduzenten der eben grünen Kupfers aus reinem Recycling-Input produziert bis in die verschiedenen Verarbeitungsstufen rein.
00:28:13: Und ich glaube, alle Gäste und wir auch sind wartensehnlich darauf, dass das dann tatsächlich auch mal honoriert wird.
00:28:21: Dass es bezahlt wird, dass sich durchsetzt und vor allen Dingen ein Level-Playing-Fiel weltweit irgendwann mal gibt und man nicht immer Äpfel mitbieren vergleicht.
00:28:31: Am Ende des Tages ist derjenige den Auftrag kriegt, der es ja doch ein paar Cent billiger macht – ganz egal ob das Zeug einmal um den halben Globes gefahren worden ist!
00:28:41: Den kann ich nur beiruhen, das heißt die auch CO² als Währung eines Tages zu sehen.
00:28:49: Das heißt neben dem reinen Einkaufspreis eben weitere größen quantifiziert daneben stehen zu haben, die eine Wertigkeit und Gewicht haben.
00:28:58: Das wäre auch mein Wunsch.
00:28:59: Wenn wir über CO² sprechen oder über Scope III haben wir vorhin auch gerade mal angesprochen.
00:29:06: jetzt habt ihr ja nicht nur den als Input Material den Rohstoff, sondern ich kann mir vorstellen dass Wielandwerke genau wie wir als Schweringhasse auch extrem energieintensiv ist.
00:29:18: So eine Gießerei braucht wahrscheinlich sehr viel Gas.
00:29:20: Strom auch?
00:29:22: Mittlerweile
00:29:23: mehr Strom als Gas.
00:29:25: Die größten also vom Fußabdruck global die ¼ Millionen Tonnen, wie vorhin sagte.
00:29:32: rund eine Million Tonnen entfallen auf Scope III Also aus der Lieferkette und dreihunderttausend Tonnen ungefähr sind Skup zwei, zugekaufte Energie.
00:29:42: Hundertdreißig tausend, knapp über hunderttaussend Tonn ist dann Skup eins also das Verbrennen von Erdgas im Wesentlichen.
00:29:49: Und darüber erzeugen wir mehr.
00:29:51: Das sind beispielsweise die Haumöfen in der Walzfertigung und dann aber auch noch ein Dampfnetz hier am Standort in Föhringen mit großen zwanzig mw Brenner oder Brennleistung.
00:30:04: Der Gießerei-Betrieb ist im Wesentlichen elektrifiziert und die größten Gasverbraucher, das sind Öfen durchlaufen Haubeöfen teilweise Dampfnetze.
00:30:13: Und da haben wir einen relativ guten Plan.
00:30:14: natürlich klar der Brammenofen Im Walzwerk da haben ein paar davon weltweit steht um Position eins.
00:30:22: Wir haben auch für jede Anlage einen Plan.
00:30:25: Bann wird diese tauschen wie wir elektrifizieren und wie wir weitermachen.
00:30:29: also es gibt relativ enige Überraschungen auf der ... auf der Seite der direkten Emission.
00:30:35: Kostet natürlich alles viel Geld, ja?
00:30:38: Wollen unsere Eigentümer sind bereit dieses Geld auch in die Hand zu nehmen?
00:30:40: Da reden wir über weit über mehr als zwei Milliarden Euro ... ... ohne Inflation berücksichtigt und das heißt dass das Geld ... ... in die Elektrifizierung der Anlagen zu stecken... ... und weitere Beträge daneben auch an die Verkrönung des Strommixes.
00:30:55: Ja, das ist dann gleich das nächste Schmerzthema in Deutschland.
00:30:59: Wir haben sie in unserer unendlichen Naivität fertiggebracht, eine CO-zweifreie Stromversorgung abzuschrotten und stillzulegen.
00:31:08: Und haben jetzt hunderte Milliarden investiert in eine Energiewende die wenn ich mit dem CO-Zweifood-Footprint angucke... ...mit der schlechteste in Europa ist und mit Sicherheit einer der teuersten und dreimal so teuer wie im Rest der Welt.
00:31:22: also das muss man auch erst mal hinkriegen.
00:31:25: wir sind ja auch extrem Energieintensiv, nur Strom.
00:31:28: Wir haben kaum Gas zum Heizen aber wir brauchen sehr viel Strom und deswegen beschäftigen wir uns sehr intensiv mit diesem Thema und das ist wirklich nicht Vergnügung streitpflichtig.
00:31:38: Das ist so unfassbar schlecht gemanagt da kann man eigentlich nur den Kopf schütteln.
00:31:44: und vor allen Dingen es ist ohne wirklich nennenswertes messbares Ergebnis.
00:31:48: Wir sind gerade aktuell.
00:31:51: im Sommer liefert die installierte Windenergie so gut wie gar nichts über Wochen Und wir haben absolute Preisverwerfungen, negative Preise mittags, extrem hohe Preise an der Peripherie oder nachts und in Summe unfassbar hohe Kosten.
00:32:08: Das ist wirklich eine Tragödie für Deutschland und für ganz Europa.
00:32:14: Die Energiekosten bei uns, die diesen Faktor-Zähnen entfernt von den Personalkosten, das ist dann Metallgrenzen mal aus.
00:32:21: Durchlaufen der Posten?
00:32:22: Ja
00:32:22: letztendlich... ... ist eine relevante Position, aber im Vergleich dann eher gering.
00:32:28: Ich will damit aber nicht sagen unwichtig... ... ich bin bei Ihnen.
00:32:32: Ich denke Europa hat am Ende also am Ende hätten wir als Europa die Möglichkeit uns komplett selbst zu versorgen.
00:32:38: Ja was fehlt ist bekannt der Netzausbau.
00:32:42: Weil ich denke über Solarstrom aus Spanien Portugal ... ... Wasserkraft an verschiedenen Stellen, den Wind aus dem Norden ... ... de facto haben wir die Quellen.
00:32:51: Wir haben sie nur nicht.
00:32:52: Aber nur nicht da?
00:32:53: Wir haben sie nun nicht erschlossen und wir haben keinen Gesamtplan, sondern wir sind da sehr im Stiput unterwegs.
00:32:57: Und das ist schon seit sehr langer Zeit.
00:32:58: und dieser Netzausbau der ist jetzt extrem teuer und es trifft jetzt deswegen klar.
00:33:04: Es ist schnell auch die Aussage getroffen dass die Erneuerbaren jetzt die Preise zerstören.
00:33:09: aber ich würde mal sagen so günstig haben wir noch nie Strom produziert.
00:33:12: Problemen steckt dann eher im Netz und in der Speicherung.
00:33:15: Die Systemkosten muss man genauer sich denken.
00:33:17: das ist das Problem.
00:33:19: Wir haben als Wieland einen einer der größten Photovoltaik Park in Süddeutschland installiert mit knapp vierundzwanzig Megawatt Pieckleistung und.
00:33:28: Denkt, dass das kann man auch offen ansprechen.
00:33:30: Ich denke wir haben es aus Überzeugungen gemacht.
00:33:31: Das war jetzt kein reines Finanzinvestment sind auch für die Vergrünung direkt Erzeugung hier vor Ort und wir haben relativ viel Abschaltung im Sommer weil einfach zuviel Strom lokal hier im Netz ist.
00:33:42: Und das Netz das nicht mehr abtransportieren kann.
00:33:44: ja ich persönlich gehe davon aus es wird sich stabilisieren.
00:33:46: Es wird sich verbessern auch durch weiteren Zuwachs am Netzdienlichen speichern, aber momentan ist es nicht attraktiv.
00:33:53: Ja Strom ist immer nur dann wirklich was wert wenn er zur richtigen Zeit am richtigen Ort
00:33:57: erzeugt
00:33:57: wird.
00:33:58: Wenn er irgendwo anders ist wo man ihn nicht braucht dann ist er eher kontraproduktiv.
00:34:01: und das ist das Thema dass wir in Deutschland haben oder in Europa haben.
00:34:06: Das ist ein europäisches Verbundnetz und unsere Nachbarn, ich bin sehr gespannt wie lange unsere Nachbar an der Peripherie das noch so mitspielen, weil die leiden natürlich auch den ganzen Redis-Batcheingriff für all die Geschichten um das Netz zu stabilisieren.
00:34:19: Das sind schon extreme Kostentreiber und das haben wir nicht gut geplant.
00:34:26: So wie das Pferd von hinten aufgezogen.
00:34:28: Wenn der Zubau an Erzeugern zu stark ist und das Netz nicht mitkommt, dann ist es eigentlich Quatsch so wie wir's machen.
00:34:38: Aber gut!
00:34:39: Wir werden sehen.
00:34:40: Wir tun was wir können.
00:34:41: also wir gehen auch immer wieder aktiv auf die Politik zu und ansonsten investieren wir auch in Eigenerzeugungen.
00:34:48: Wir haben unsere Dächer womöglich bereits ausgestattet.
00:34:50: da geben wir nicht über das Netz, da kümmer direkt den Stromverbrauch nicht mal ein Dachflächen für eine Firma wie Wielandes natürlich da ich will sagen der Tropfen auf einen heißen Stein aber das ist jetzt kein... Da bewegt sich jetzt die Nadel nicht wirklich, insofern ist der PV-Park schon relevante und gleichzeitig arbeiten wir auch an einem Windprojekt hier regional.
00:35:07: Das heißt also auch die Eigenerzeugung durch Windkraftanlagen, die dann idealerweise komplementär zur Sonne agieren.
00:35:15: und dann bei dem Thema Bürokratie in Deutschland das wäre wahrscheinlich eine eigene Podcast mal zu erläutern.
00:35:20: Durch welche Hürden wird dadurch laufen was wir da alles lernen im Prozess?
00:35:25: Das möchten Sie gar nicht wissen!
00:35:26: Ja, wir machen ja die gleichen Erfahrungen ganz vielen anderen Dingen auch.
00:35:31: Das ist mittlerweile egal in welchem Bereich, egal wo man sich bewegt selbst im privaten Bereich.
00:35:37: das ist so unfassbar verrückt geworden und man hört immer wieder dass es eine der Top-Prioritäten das irgendwie zu erleichtern.
00:35:46: Und trotzdem kommen gefühlt mehr Verordnungen neu an Top.
00:35:49: Wo kommt das jetzt wieder her?
00:35:53: Beschäftigungsprogramm für Leute, die das dann prüfen.
00:35:56: Ich weiß es nicht.
00:35:56: Aber es ist auf jeden Fall einer der Sagenägel für die europäische Industrie in meinen Augen.
00:36:02: Was hat sich das komplett versebstständigt?
00:36:05: Also ich hoffe dass die Politik positive Beispiele sieht und an Firmen, die was machen wollen, die an den Standorten glauben, die weiter investieren und entsprechend die Rahmenbedingungen verbessern, dass die Hoffnung stürzt zuletzt.
00:36:24: Ja gut, irgendwann vielleicht ist es halt einfach noch nicht schlecht genug.
00:36:28: Vielleicht ist der Druck noch nicht hoch genug um dann tatsächlich mal so ein Befreiungsschlag zu machen.
00:36:35: aber das wird ihnen ja wahrscheinlich in ihrer täglichen Arbeit genauso gehen.
00:36:40: man wird immer mehr zugemüllt mit irgendwelchen Zetteln die man ausfüllen muss mit irgendwelschen Daten die man reportt ... muss in irgendwelche dunklen Kanäle, man weiß gar nicht was mit diesen... ... Informationen überhaupt geschieht.
00:36:52: und wer braucht die?
00:36:53: Und wer wertet die Ausnahmen?
00:36:55: Grunde.
00:36:56: Wahrscheinlich werden sie einfach nur von jedem abgehäften aber es ist so unfassbar aufwendig und stillt einem so die Zeit.
00:37:01: Das ist echt unglaublich noch!
00:37:04: Aber gut Wir haben die Regeln nicht gemacht.
00:37:06: wir müssen nur dann nachspielen
00:37:08: das Beste draus machen und quasi aus jeder Regel irgendwo eine Wertschöpfung generieren falls möglich.
00:37:15: In der Mentalität gehen wir an die Themen ran, bis es ein Rating ist oder eine Report dem erstellen müssen.
00:37:21: Die Frage wie schafft man dann mehr Wert für uns?
00:37:24: Wenn man noch was daraus lernen kann das ist ja gut.
00:37:28: Manchmal fällt's dann wirklich schwer.
00:37:32: Das ist eigentlich immer meine Lieblingsfrage in meinem Podcast.
00:37:35: also die Hörer die schon öfter dabei waren die wissen dass ich frage meine Gäste ganz gerne Was der Plan B gewesen wäre wenn sie jetzt nicht bei Wieland werken sich über Arbeitssicherheit und Nachhaltigkeit Gedanken machen müssten, was?
00:37:52: Was würden sie machen.
00:37:53: Wo wären Sie gelandet?
00:37:55: Was wäre der Plan B gewesen?
00:37:57: Mittlerweile bin ich vierzig Jahre alt also wenn man sich die Frage mit achtzehn stellt dann weiß man das natürlich nicht.
00:38:03: Mit vierzig hat man vielleicht schon ein Messungsbild.
00:38:05: Ich glaube heute würde ich sagen wahrscheinlich wäre der plan D Schreinerei mit Holz zu arbeiten und eher im Handwerk.
00:38:13: Und wer weiß, vielleicht kommt es ja eines Tages.
00:38:16: Das hatte ich jetzt, glaube ich auch noch nicht.
00:38:18: Das ist sehr schön mit den Händen was erschaffen und dann sieht man was man gemacht hat und sehr kreativ schreien.
00:38:26: Das eine gute Antwort.
00:38:27: Meine Frau würde wahrscheinlich sagen die Werkstatt dafür hätte ich schon.
00:38:30: also von der Ausstattung her sind wir wahrscheinlich schon auf dem Niveau.
00:38:34: Jetzt
00:38:34: fehlen doch die Kunden!
00:38:37: Also es ist auch so ein kleines Hobby nebenher dass man versucht viel selber zu machen.
00:38:42: Das ist mein Yoga, also andere gehen auf den Tennisplatz oder auf dem Golfplatz oder in so eine Studie.
00:38:47: Ich gehe in die Garage das hat sich bei mir mittlerweile so eingebürgert.
00:38:51: Das macht meinen Freund von dem ich vorhin erzählt habe der Stahlbauer auch, der geht auch in die garage aber nicht mit Holz sondern an Motorrädern und Autos.
00:38:58: Ja da kenne ich auch ein paar.
00:39:00: Ja Herr Thorker vielen vielen Dank für das nette Gespräch, für die interessanten Einblicke in die Wielandwerke dass ich weiß Sehr interessantes Thema ist für viele in der Industrie, gerade in der Kupferindustrie in Deutschland.
00:39:15: Weil das ist ja schon ein klangvoller Name sage ich jetzt mal nicht ganz ohne Hintergedanke aber das ist natürlich schon einer der großen Spiele den wir hier in Europa oder in Deutschland speziell haben so einen Hidden-Champion von dem man ja oft über die man oft redet aber keiner weiß wer sie sind und da gehört ihr sicherlich dazu.
00:39:34: Deswegen vielen vielen Dank dass Sie uns den Einblick gewährt haben.
00:39:38: Alles andere packen war die Infos in die Show Notes, wie immer.
00:39:42: Und dann bis zum nächsten Mal!
00:39:44: Vielen Dank.
00:39:45: Danke auch von meiner Seite.
00:39:46: Habt Freude bereitet.
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